Ich habe gerade eine japanische Kunst entdeckt, die Kintsugi genannt wird — die goldene Reparatur

Ich habe gerade eine japanische Kunst entdeckt, die Kintsugi genannt wird, was wörtlich „goldene Reparatur" bedeutet.
Es handelt sich um eine alte Technik, bei der zerbrochene Keramikgegenstände repariert werden, indem die Bruchstücke mit Lack und Goldstaub (oder manchmal auch Silber- oder Platinstaub) wieder zusammengeklebt werden. Dabei geht es nicht darum, die Risse zu verstecken, sondern sie zu veredeln, indem der Bruch zu einem sichtbaren und wertvollen Teil der Geschichte des Objekts wird. Kintsugi hat auch eine Philosophie: Es steht für Widerstandsfähigkeit, die Akzeptanz von Unvollkommenheit und die Schönheit, die aus Zerbrechlichkeit und Prüfungen entstehen kann. Es ist eng mit dem japanischen Konzept des Wabi-Sabi verbunden, das die Schönheit des Unvollkommenen und Vergänglichen feiert.
In der Rekrutierung wie im Leben sind „zerbrochene" Lebenswege oft die reichhaltigsten. Kintsugi erinnert uns daran, dass der Wert eines Menschen nicht in seiner Perfektion liegt, sondern in seiner Authentizität. Wie in der Kunst des Kintsugi glaube ich, dass ungewöhnliche Lebenswege, Misserfolge oder Übergänge Stärken sind. Ein Bewerber, der eine Veränderung oder eine Schwierigkeit erlebt hat, kann für ein Unternehmen zu einem echten Juwel werden. Eine perfekte Karriere gibt es nicht. Vor allem nicht zwischen zwei Kulturen und ganz besonders nicht in einer deutsch-französischen Karriere. In Übergängen, Fehlern und Brüchen entstehen widerstandsfähige Talente. Ich nenne sie meine „Kintsugi"-Profile: repariert, vergoldet und wertvoll.
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